Früherkennung Grüner Star

Die Früherkennung des grünen Stars (Glaukom) ist entscheidend, da die Krankheit oft lange ohne Symptome verläuft, aber unbehandelt bis zur Erblindung führen kann. Glaukomschäden sind leider irreversibel.

Daher werden die Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung ab dem 40. Lebensjahr etwa alle 2 Jahre empfohlen. Patienten mit erhöhtem Risiko (z.B. familiäre Vorbelastung) sollten jährlich zum Augenarzt gehen.

Um ein Glaukom sicher ausschließen zu können, sind mehrere Untersuchungen erforderlich.

1. Es wird eine Augeninnendruckmessung (Tonometrie) durchgeführt.

Das kann mit verschiedenen Messmethoden erfolgen. Mit der Applanationstonometrie, wobei ein Messköpfen direkt auf der Hornhaut den Augeninnendruck messen kann. Mit der Non-Contact-Tonometrie, wobei durch einen Luftstoß ohne Berührung des Auges der Druck gemessen wird. Oder mit der Rebound-Tonometrie, z.B. einem iCare Tonometer, einem kleinen tragbaren Gerät für besondere Situationen.

Ein erhöhter Augeninnendruck kann ein Hinweis auf einen grünen Star sein, allerdings gibt es auch Normaldruck-Glaukome.

2. Außerdem ist es wichtig, den Sehnervenkopf, also den Übergang des Sehnervs in die Netzhaut, zu untersuchen. Das kann mittels einer Funduskopie (Untersuchung der Netzhaut mittels Spaltlampe und Lupe), eines OCT (Optische Kohärenztomographie) und einer Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie) erfolgen.

3. Eine Hornhautdickenmessung (Pachymetrie) ist ebenfalls wichtig, da die Dicke der Hornhaut die Genauigkeit der Augeninnendruckmessung beeinflusst kann. Kennt man die Dicke, dann kann das bei der Messung des Augeninnendrucks berücksichtigt werden.

Mit einer Kombination von Sehnervenuntersuchung zusammen mit der Tonometrie können die meisten Glaukome entdeckt werden.